Wie ich an dieser Stelle auf Twitter verkündet habe, werde ich nun – nach meiner Star-Wars-Legends-Zeit – Bücher nicht mehr krampfhaft zu Ende lesen, sondern abbrechen, wenn sie mich nach einem Viertel des Umfangs nicht faszinieren. Es folgt nun eine Liste der Bücher, die ich abgebrochen habe – mit Datum und Begründung:

  • James Fenimore Cooper – The Last of the Mohicans lastofthemohicans(21.2.2017): Schon seitdem der Roman in meiner Einführungsveranstaltung zur amerikanischen Literatur genannt wurde, wollte ich mir den Roman zu Gemüte führen – auch aufgrund der Tatsache, dass mir viele Leute von dem spannenden Film erzählt haben (den ich vor vielen Jahren einmal sah). Groß war daher die Enttäuschung beim Lesen, als ich auf eine unnötig verkomplizierte Sprache gepaart mit einer recht langsam voranschreitenden Erzählung traf. Auch die Figuren bleiben blass – und ich habe den Eindruck, dass sich der Autor zumindest im ersten Viertel des Buches (das ich gelesen habe), sich kaum mit ihnen auseinandersetzt, sondern auf einen eher handlungsorientierten Roman setzt – der neben der bereits erwähnten, langsamen Handlung für mich letztlich daran scheitert, dass er sprachlich leserunfreundlich formuliert ist. Schade!
  • Khaled Hosseini – And the Mountains Ecandthemountainsechoedhoed (15.2.2017): Nachdem ich vor einigen Jahren Hosseinis bekannten ‚Kite Runner‘ gelesen habe, den Roman recht durchschnittlich fand und dementsprechend den Hype um den Roman nicht wirklich nachvollziehen konnte, versuchte ich mich hier erneut an einem Roman von Khaled Hosseini. And The Mountains Echoed führt den Leser erneut in das Afghanistan der Mitte des 20. Jahrhunderts und konfrontiert den Leser erneut mit den schwierigen sozialen Umständen der dort lebenden Menschen. Was mich an dem Roman wesentlich gestört hat, war mein Eindruck, dass der Erzähler eher über der erzählten Handlung schwebt, anstatt die Erzählung direkt aus der Sicht der beiden Protagonisten zu erzählen – was sich aufgrund der Handlungsstruktur des Romans geradezu angeboten hätte und den schwierigen sozialen Umständen mit Sicherheit auch mehr Intensität und damit Tragweite verliehen hätte. So kratzt der Roman mal diese, mal jene Person an (wobei die Kinder immer irgendwie dabei sind), ohne eine der Figuren mit ihren Problemen in der Tiefe zu beleuchten, die ich mir erwünscht hätte. Ich empfand beim Lesen, dass sehr häufig Namen in die Handlung gestreut werden, zu denen ich keinen Kontakt aufbauen konnte bzw. die für mich verwechselbar und blass blieben (sodass ich teilweise Schwierigkeiten hatte, die Personen den für mich eher ungeläufigen afghanischen Namen zuzuordnen). Zusätzlich fand ich, dass die gelegentlichen Zeitsprünge eher ungelenk in die Handlung eingebaut waren und ich als Leser diesen nicht immer folgen konnte. Ich muss zur Verteidigung des Buches sagen, dass mir die afghanische Kultur eher fremd ist und ich es absolut für möglich halte, dass Leser mit intensiverem Kontakt zu Afghanistan dieses Buch deutlich interessanter finden, als ich.
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