Ben Acker und Ben Blacker: Join the Resistance #1

Beschreibung

Join the Resistance begleitet einige jugendliche Charaktere, die gerade dabei sind sich Leia Organas Widerstand gegen die Erste Ordnung anzuschließen bzw. bereits seit Kurzem Teil des Widerstands sind. Der Roman begleitet dabei im Wesentlichen die Neulinge Mattis Banz, einen Jungen namens Dec, dessen ‚Bruder‘ (einen Droiden namens AG) und das Mädchen Sari. Weitere zentrale Figuren sind die etwas ‚reiferen‘, aber immer noch recht jungen Widerstandsmitglieder Lorica (ein Zeltron-Mädchen) und Jo, der bald schon eine Art Aufsichtsposition über die Ausbildung der Neulinge einnimmt.

Von Anfang an wird die Geschichte aus Mattis‘ Perspektive erzählt; seine Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen stehen im Zentrum der Geschichte, während die Erlebnisse der anderen Neulinge zumeist stark mit Mattis‘ Erlebnissen verbunden sind. Admiral Ackbar erscheint ein paar Male in der Handlung, Leia Organa wird erwähnt, wird allerdings nicht zu einem Teil der Handlung.

Sprachliches

Wir haben es hier – sprachlich gesehen – mit einem recht typischen Roman für junge Leser zu tun, die zwischen 8 und 12 Jahren alt sind. Dementsprechend ist die Sprache ebenso schlicht wie alltagstauglich und aus dem Leben der Zielgruppe gegriffen, trifft aber in den meisten Fällen diesen Tonfall sehr gut und auch bekannte Figuren wie Ackbar treffend.

Darüber hinaus gibt in sprachlich-stilistischer Hinsicht nur wenig zu vermelden, was den Leser überrasche dürfte. Exzentrische Erzählformen wie beispielsweise die von Chuck Wendig trifft man in diesem Buch nicht an; Erzähltempora sind gängige Vergangenheitsformen.

Inhaltliches

Wer bei diesem Roman auf einen Einblick in die Tiefenstruktur der Ersten Ordnung oder des Widerstands hofft, dürfte sich bei der Lektüre enttäuscht zeigen – bekannte Figuren oder Orte tauchen kaum auf bzw. wenn sie auftauchen, werden sie kaum näher charakterisiert als in bestehenden Kanonwerken.

Inhaltlich fokussiert sich der Roman sehr schnell auf seine neuen Figuren, die zumeist auch schnell für den Leser greifbar werden – in erster Linie dadurch, dass alle der neuen Figuren (wie es typisch für Literatur ist, welche diese Zielgruppe ansprechen soll) herausstehende Merkmale haben, die sie nicht nur von den anderen Figuren abheben, sondern auch als Individuen prägen und sie schnell in Rollen führen, die sie in dem Roman spielen werden.

So gesehen bekommt der Leser schon eine Art Eindruck vom Widerstand, allerdings nur hinsichtlich der Frage, wie mit jugendlichen Neuzugängen umgegangen wird bzw. wie sich jugendliche Neuzugänge in den Widerstand einfügen. Die Abenteuer der Jugendlichen empfand ich selber als ganz unterhaltsame Kurzweiligkeiten für Zwischendurch, aber ich würde nicht sagen, dass es sich hierbei um ein augenöffnendes ‚Must have‘ handelt, das man auf jeden Fall gelesen haben sollte.

Illustrationen

Wie schon andere Bücher für junge Leser (u.a. aus der Journey to The Force Awakens) ist auch dieser Roman mit seitengroßen Illustrationen ausgestattet, die in diesem Fall Annie Wu gezeichnet hat. Hierbei handelt es sich um stark comicähnliche Bilder mit schlichten, kontraststarken Farben und schemenhaften Farben und Darstellungen. Ich persönlich finde die Illustrationen weder schön, noch bieten sie meiner Meinung nach neue Einsichten in die Geschichte, welche die Erzählung selbst nicht schon geboten hätte.

Fazit

Aus meiner Sicht ein für die Zielgruppe durchaus gelungener Auftakt der neuen Buchreihe mit netten Abenteuern von Neueinsteigern des Widerstand, die man allerdings schon aufgrund des Alters der Protagonisten nicht unbedingt so ernst nehmen muss, wie man vielleicht könnte. Der Roman spricht alterstechnisch aus meiner Sicht eine Zielgruppe der 8- bis 12-jährigen gelungen an – Erwachsenen allerdings, die einen Einblick in die Struktur und die Funktionsweise des Widerstands und der Ersten Ordnung gewinnen wollen, bietet der Roman allerdings keine nennenswerten Inhalte. Die jungen Protagonisten funktionieren gut für die Zielgruppe und sollten andererseits keinem Erwachsenen weh tun, da man sie und ihren Teil des Kanons relativ problemlos meiden kann – wenn man sich nicht dafür interessiert.

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